"Wirtschafts-Kriminalität trifft Unternehmen härter denn je".
Hamburg, 02.12.2025 – Gefälschte E-Mails, falsche Identitäten und manipulierte Zahlungsanweisungen: Wirtschaftskriminalität hat ein neues Niveau erreicht. Im Interview erklärt Björn Albert, wie schnell Schäden entstehen können – und warum viele Unternehmen ihren Versicherungsschutz überschätzen.
Wirtschaftskriminalität hat sich rasant weiterentwickelt. Zwar wird medial vor allem über KI-generierte Video-Calls oder komplexe Cyberangriffe berichtet, doch in der Praxis genügt oft eine einzige, glaubwürdig gefälschte E-Mail.
Albert: Ja – und sie wächst stetig. Auch wenn in den Medien oft über KI-generierte Videokonferenzen oder komplexe Cyberangriffe berichtet wird, sind es in der Praxis häufig ganz einfache Angriffe. Eine einzige, täuschend echt formulierte E-Mail kann ausreichen, um hohe Schäden auszulösen. Betrüger geben sich als Finanzleiter, Prokurist oder Geschäftsführer aus und veranlassen vermeintlich dringende Überweisungen – mit teils dramatischen Folgen.
Albert: Sehr deutlich. Seit mehr als drei Jahren begleiten wir jeden Monat erhebliche Schäden, oft im sechsstelligen Bereich. Die meisten Fälle sind klassisches Social Engineering – also gefälschte Identitäten, manipulierte Bankdaten oder Zahlungsanweisungen, die angeblich von einem bekannten Ansprechpartner stammen.
Diese Schäden entstehen innerhalb von Minuten, noch bevor interne Prüfschritte greifen können.
Albert: Nur teilweise. Das ist ein häufiges Missverständnis. Viele Szenarien, die landläufig als „Cyberkriminalität“ bezeichnet werden, sind rechtlich Vertrauensschäden. Und diese sind in vielen Cyberpolicen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt gedeckt.
Typische Beispiele dafür sind Fake President, Payment Diversion oder Fake Identity Fraud. Für genau diese Fälle ist die Vertrauensschadenversicherung (VSV) die richtige Absicherung.
Albert: Ja, die Angriffsmethoden entwickeln sich weiter. Wir sehen zunehmend Skimming – also das Auslesen vertraulicher Daten – und Spoofing, bei dem Absender- oder Anruferidentitäten technisch manipuliert werden.
Solche Risiken lassen sich heute über zusätzliche Klauseln gut absichern, meist mit nur geringfügig höheren Prämien.
Albert: Zwei Dinge sind besonders wichtig:
Wir unterstützen unsere Kunden dabei von der Risikoanalyse bis zur professionellen Schadenbegleitung. Sprechen Sie uns gerne an.

Aus vielen Schadenfällen wissen wir: Bereits wenige gezielte Maßnahmen können das Risiko enorm senken. Deshalb haben wir eine praxisorientierte Checkliste erarbeitet, die die wichtigsten organisatorischen und technischen Schutzmechanismen zusammenfasst.
Sie zeigt klar, an welchen Stellen Unternehmen besonders anfällig sind und welche Maßnahmen im Alltag den größten Effekt haben. Eine hilfreiche Orientierung für alle, die ihre Sicherheitsstrukturen stärken möchten.
Download: Checkliste zum Schutz vor Wirtschaftskriminalität
Die Gossler, Gobert & Wolters Gruppe (GGW Gruppe) ist einer der großen unabhängigen und inhabergeführten Industrieversicherungsmakler in Deutschland. Als Experte für integriertes Risiko- und Versicherungsmanagement betreuen die rund 290 Mitarbeiter der GGW Gruppe mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Gewerbe sowie den rechts- und wirtschaftsberatenden Berufen. Deutschlandweit ist das Beratungshaus an neun Standorten vertreten und berät in Zusammenarbeit mit internationalen Netzwerken Kunden in über 60 Ländern.


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