Cyberversicherung: Homeoffice-Tätigkeit bedeutet Gefahrerhöhung

Hamburg, 09.04.2020 – Angesichts der derzeitigen Corona-Krise haben viele Unternehmen zu Hause Mitarbeiter-Arbeitsplätze als Homeoffice oder für die Telearbeit eingerichtet. Im Rahmen einer vorhandenen Cyberversicherung stellen diese Veränderungen unter Umständen eine anzeigepflichtige Gefahrerhöhung für den Versicherungsnehmer dar und müssten dem Versicherer angezeigt werden.

Davon ist auszugehen, wenn im Zuge der Krise viele neue Homeoffice-Arbeitsplätze eingerichtet wurden und aufgrund des schnellen Bedarfs das die IT-Sicherheit der neuen Arbeitsplätze nicht auf dem üblichen Niveau gehalten werden kann. Denn oft können bei spontanen Lösungen für mobiles Arbeiten auf die Schnelle nicht alle Anforderungen für IT-Sicherheit vollständig umgesetzt werden, wenn es um schnelle, stabile Netzanschlüsse, VPN-Lösungen oder die Anschaffung geeigneter Hardware für die Mitarbeiter geht. 
 

Versicherer geben im Rahmen der Cyberversicherung IT-Maßnahmen vor

Einige Versicherer fordern von ihren Kunden darüber hinaus die Umsetzung verschiedener Maßnahmen, um ein möglichst sicheres Arbeiten von zu Hause zu gewährleisten. Dazu zählen unter anderem

  • ein verschlüsselter Zugang zum Unternehmensnetzwerk via VPN Fernzugriff für eine strikte Trennung zwischen privater und betrieblicher Nutzung. Das gilt sowohl für unternehmenseigene Geräte als auch bei der Nutzung privater Geräte für betriebliche Zwecke.
  • Multi- bzw. mindestens 2-Faktor-Authentifizierung,
  • eine allgemeinverständliche Sicherheitsrichtlinie für das mobile Arbeiten im Homeoffice, die beispielsweise den Schutz sensibler Daten vor Einsicht Dritter, die Installation von Fremdsoftware im Unternehmensnetzwerk, den Transport und die Vernichtung von Dokumenten und Datenträgern, den benötigten IT-Schutz auf privaten Endgeräten oder die sichere Nutzung von Collaboration-Tools regelt,
  • ein für mobil arbeitende Mitarbeiter gewährleisteter IT Support.
     

BSI gibt Empfehlungen für die Cybersicherheit im Homeoffice 

GGW empfiehlt – ganz unabhängig von der Frage einer Gefahrenerhöhung im Rahmen des Cyberversicherungsschutzes – für die bestehenden Heimarbeitsplätze einen bedarfsgerechten IT-Schutz sicherzustellen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat dazu das Informationsblatt

„Tipps für sicheres mobiles Arbeiten“ veröffentlicht und verweist im Zuge der Corona-Krise auf vermehrte Phishing-Mails, die ein zusätzliches Risiko für Unternehmensnetzwerke darstellen können.

 

 

Sie haben Interesse an einer Cyberversicherung für Ihr Unternehmen oder Fragen zur Anzeigepflicht Ihrer Homeoffice-Tätigkeit?

Kontakt:
Jan Kempermann,
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftskriminalität

E-Mail  :

 

 

j.kempermann(at)ggw.de
Telefon : +49 40 328101 - 4352

Über die GGW Gruppe

Die Gossler, Gobert & Wolters Gruppe (GGW Gruppe) ist einer der großen unabhängigen und inhabergeführten Industrieversicherungsmakler in Deutschland. Als Experte für integriertes Risiko- und Versicherungsmanagement betreuen die rund 290 Mitarbeiter der GGW Gruppe mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Gewerbe sowie den rechts- und wirtschaftsberatenden Berufen. Deutschlandweit ist das Beratungshaus an neun Standorten vertreten und berät in Zusammenarbeit mit internationalen Netzwerken Kunden in über 60 Ländern.

Autor: Anika Wist
Veröffentlicht: 09.04.2020
Share:
Informieren Sie uns gern, wenn Sie Pressematerial oder Publikationen erhalten möchten.

Das könnte auch von Interesse sein

ARWO Blog

Aktuelles aus unserem Haus

Hamburg, 29.11.2021
Wirtschaftskriminalität ist auf dem Vormarsch: Schützen Sie Ihr Unternehmen!

Fälle von Wirtschaftskriminalität häufen sich. Betrugsversuche im Bereich Fake Identity Fraud (Bestellerbetrug) verzeichneten im Jahr 2020 einen Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und im Bereich Payment Diversion (Zahlungsbetrug) sogar einen Anstieg von 35 Prozent. …lesen

Hamburg, 31.08.2021
Was Unternehmen beim Leasing ihrer Kfz-Flotte beachten sollten

Unterhalten Unternehmen mehrere betriebseigene Fahrzeuge als Dienstwagen für die Mitarbeiter oder als Einsatzfahrzeug, so ist es seit langem üblich, eine solche Flotte zu leasen. Für das Unternehmen unter Umständen ein vorteilhafter Weg, doch versicherungstechnisch gibt es dabei ein paar wichtige Punkte, die berücksichtigt werden sollten. …lesen

Hamburg, 17.08.2021
Wirtschaftskriminalität mit zunehmender Bedeutung

Cyber Angriff auf ein deutsches Medienunternehmen, Erpressung von Bitcoin nach einer Phishing-Attacke, betrügerische Zahlungsanweisungen durch eigene Mitarbeiter oder Dritte, Unterschlagung in Buchhaltung oder Lager oder gar das eigene, noch geheime Design als billige Kopie – so lauteten in der Vergangenheit vermehrt Schlagzeilen oder Äußerungen betroffener Unternehmen, die durch Attacken von Cyber-Angreifern geschädigt wurden. Und die Zahl der Betroffenen steigt stetig, wobei die Größe der angegriffenen Unternehmen für die Täter keine Rolle spielt. Kleine und mittelständische Betriebe stehen nicht weniger im Fokus als große Konzerne. …lesen

Hamburg, 12.08.2021
Liquidität stärken bei steigenden Umsätzen - Factoring als hilfreicher Baustein der Unternehmensfinanzierung mit hoher Flexibilität

Factoring als Schweizer Messer zu bezeichnen, könnte eine leichte Übertreibung sein, doch es beeindrucken die verschiedenen Varianten und die hohe Flexibilität. Ein paar Stichworte zum Thema: Gewinnung zusätzlicher Liquiditätsspielräume, Entlastung der Banklinien, Schutz vor Forderungsausfall, höhere Planungssicherheit, Verbesserung der Finanzkennzahlen und Möglichkeit zum Outsourcing interner Services. Konkret lässt sich sagen: Factoring bietet verschiedene Einsatzmöglichkeiten und eine flexible Gestaltung. …lesen

Hamburg, 12.08.2021
GGW „Cyber Secure Quick-Check Light“ - damit Sie Handlungsbedarf rechtzeitig erkennen

Mittlerweile sind Themen wie IT- und Datensicherheit sowie Datenschutz in keinem Unternehmen mehr neu. Jeder, der sich damit einmal auseinandergesetzt hat, ist zuversichtlich, gut gerüstet zu sein. Doch ist das wirklich so? Können Sie mit absoluter Überzeugung behaupten, dass Ihre Schutzmaßnahmen dem aktuell notwendigen Stand entsprechen? …lesen

Hamburg, 09.08.2021
Insolvenzabsicherung für Altersteilzeitmodelle

Um den Arbeitnehmern einen fließenden Übergang in die Rente zu ermöglichen, führen Unternehmen immer häufiger Altersteilzeitmodelle ein. Oft wird dabei ein "Blockmodell" eingesetzt, bei dem für den Arbeitnehmer über einen vereinbarten Zeitraum ein Wertguthaben angespart wird: Der Arbeitnehmer verzichtet während der Arbeitsphase auf einen Teil seines Lohns, der für ihn angespart wird. In der Freistellungsphase wird das angesparte Wertguthaben dann an den Arbeitnehmer ausbezahlt. Doch diese Altersteilzeitmodelle unterliegen gesetzlichen Rahmenbedingungen (Altersteilzeitgesetz - AltTZG). Daher ist es empfehlenswert, sich ausreichend zu informieren. …lesen

ARWO Blog

ARWO Downloadcenter

Wichtige Unterlagen to go

Besuchen Sie unser Downloadcenter und laden Sie aktuelle Broschüren oder wichtige Formulare schnell und einfach herunter.

Zum Downloadcenter